die Linder Warte
Diese Warte hat ebenfalls in der Gemarkung von Westuffeln gelegen und zwar auf der Höhe 295 dicht südwestlich des Rixer Busches, welcher zum Grebensteiner Stadtwald gehört. Sie ist rund fünf Kilometer von der Stadt entfernt.
Sie hat ihren Namen von der Siedlung Linde, die aber schon 1376 eine Wüstung ist. Sie lag ca. 1,5 Kilometer nördlich Westuffeln und gehörte später zur Gemarkung der Dorfes Westuffeln. Die Höhe 295 ist heute wie der gesamte Hang zum Tal hin bewaldet. Zur Zeit der Warte bis in 18. Jahrhundert hinein war dieser unbewaldet oder nur mit Büschen und Hecken bewachsen.
In einer Grenzbeschreibung von 12. August 1524 heißt es: "do weiter über die driescher hin an eine gezeichnet eiche an dem richserbusch benidder der Lindenwahrte". Hier wird der Name der Warte zum ersten Mal genannt. Zu späterer Zeit im Salbuch von Zierenberg und im Bericht über den Grebensteiner Grenzzug 1615-1617 heißt es: "Vor dar uff die Eiche vorm Langenberg, dan den weg hinnan beneben der Linderwarth, gegen den langenstein".
Laut des hessischen Städtebuchs von 1650 wird die Warte unter den vier noch erhaltenen Warten nicht mehr aufgeführt.