die Hombresser Warte

Eine vierte Warte hat vor dem Webelsberg gelegen. Sie heißt 1554 "Warte am Radebusch", 1571 "Hombresser Warte an der Landwehr (vor der lichten Heide)", 1705/10 bei Schleenstein "Geißmar Warte" und 1776 in der Katastervorbeschreibung "Alte Warte vor dem Hombreßer Berg".

Sie liegt etwa 3 Kilometer von der Stadt enfernt und hat ihren Standort am Schnittpunkt des Weges, der von der Wüstung Oberhaldessen zur heutigen Carlsdorf-Udenhäuser Straße führt und mit der Landwehr. An dieser Warte endete im 18. Jahrhundert der Auszug der Bürgerschaft, die sich beim Grenzgang an der Schachtener Straße teilte und von dort aus nach Westen bzw. nach Osten die Gemarkungsgrenzen abging.

An dieser Warte scheinen oft Wilddiebe aufgehängt worden sein. So heißt es in der Grebensteiner Amtsrechnung von 1665: "bei Daniel Scheffern zu Grebenstein, welcher ein Wildschütze gewesen und uf der Wahrte bei Udenhausen gehenckt worden gehet von 3 1/2 Acker Landt, so wüst liegen, ab ...".