Karl August Friedrich Wilhelm Christian Schomburg

Zu den bedeutendsten Personen Grebensteins gehört auch der erste Oberbürgermeister der Stadt Kassel Karl Schomburg. Er wurde am 11. Oktober 1791 in Grebenstein in der Marktstraße 24 geboren. Sein Vater war Johann Anton Schomburg, der hier seit 1786 als Landphysikus tätig war. Karl Schomburg verlebte seine Jugendjahre jedoch in Bad Karlshafen, wohin der Vater 1792 versetzt wurde. Er besuchte die dortige Schule und später das Gymnasium in Saalfeld. Zwischen 1808 und 1811 widmete er sich in Göttingen dem Studium der Rechtswissenschaften. In Kassel bereitete er sich auf den Advokatenstand vor und trat dann 1812 beim westfälischen Friedensgericht in Höxter einen Stelle an. 1814 wurde er in den Ämtern Karlshafen, Trendelburg und Sababurg als Anwalt bestellt. Schon 1816 wurde er Anwalt bei der Regierung in Kassel.

1821 wurde er zum ersten Assessor beim neugebildeten Landgericht zu Kassel ernannt, gab aber im selben Jahr dem Drängen des Kasseler Magistrats nach, das Amt des Bürgermeister der Residenz zu übernehmen. 1830 erhielt er eine Bestätigung auf Lebenszeit und wurde beim erscheinen der Gemeindeordnung von 1834 Oberbürgermeister.

Ihm wurde in Kassel auch ein Denkmal errichtet. Er war neben Sylvester Jordan der Schöpfer der berühmten Verfassung von 1831 und er war ununterbrochen Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung sowie 1833 bis 1838 auch deren Präsident.

Die Ungnade des Landesherren, wie überhaupt die unerfreulichen Zustände Kurhessens ruinierten frühzeitig seine Gesundheit. Beim Besuch seines Jugendfreundes Ferdinand Breithaupt in Mihla, wo er sich erholen wollte, ist er am 4. Juli 1841 im Alter von 49 Jahren verstorben und am 8. Juli in Kassel beerdigt worden.