Der Mord an Curt Henrich Baddenhausen durch Johannes Goldgrebe und Dietrich Knauf

Am 28. September 1687 kam es nach einer Zecherei im Wirtshaus von Johannes Metz zu Streitigkeiten zwischen Johannes Thöne und seinen Kumpanen Diederich Knauf, Caspar und Otto Thöne, Hans George Baumbach und Hans Henrich Jäger wegen der Bezahlung der Spielleute. Der Wirt befahl ihnen darauf hin das Lokal zu verlassen. Sie verließen alles gemeinsam die Stube. In dieser Situation kam Curt Henrich Baddenhausen hinzu, der die Gesellen auf dem Hausflur noch antraf und Diedrich Knauf fragte, was denn los sei. Der entgegnete böse: "Hund, was geht es dich an!". Daraufhin bekam dieser von Baddenhausen eine Ohrfeige. Währenddessen stritten aber auch die anderen weiter untereinander, begaben sich aber dabei vors Haus. Im weiteren entstand ein Handgemenge, wobei Knauf und Thöne den Baddenhausen an den Haaren zogen und mit einem Stück Holz schlugen. Baddenhausen wollte sich dann auf den Heimweg machen. Er wurde aber von Caspar Thöne aufgehalten und beleidigt. Baddenhausen ging nun aber trotzdem fort, wurde aber von den beiden verfolgt und so geschlagen, daß er am nächsten morgen tot aufgefunden wurde. Nach dieser Tat wurden sie von Jochen Hering und Andreas Wers gesehen worauf die Mörder auch diese beiden erschlagen wollten, aber wiederum von anderen gesehen wurden, die dem ganzen Einhalt gebieteten. Die beiden Mörder waren für ihre strafbaren Handlungen schon allgemein bekannt.

Die Mörder entzogen sich der Bestrafung durch die Flucht und wurden am 28. Juli 1688 in Abwesenheit verurteilt.

In der Kämmereirechnung vom 22. Februar 1759 ist aufgeführt "Schäfer Johannes Deichmann, daß selbiger sich öfters vollsaufe und in Trunkenheit seine ganze Herde Schafe verkauft und dadurch der Obrigkeit viele Last gemacht". Er hat dafür eine Strafe von 2 Reichstaler und 1 Albus zu zahlen. Diese "Sauferei" ist dem Schäfer sicher teuer zu stehen gekommen. Er hat sicher auch noch mit anderen Strafen zu rechnen, den er hat die Schafe ja nur im Auftrage gehütet, sie waren nicht sein Eigentum. So hat schon damals der Alkohol den Geist vernebelt. ... und meist sind die Leute Wiederholungstäter, so auch Johannes Deichmann.

den 26. Juni 1759: "Johannes Deichmann, daß selbiger im Wirtshause von der Obrigkeit ungebührlich gesprochen und desfalls angelegten Arrest violiert [=verletzt]". Die Strafe für diese Übertretung ist 26 Reichstaler, was fast einem Jahresverdienst entspricht.

Ermordung der Seviererin Elisabeth Schmechel am 11. Dezember 1974

Frau Schmechel (56), die in der Gastwirtschaft 'Zum Schwan' als Servierin arbeitete, hatte ihrem Sohn (Horst Gärtner, 20) und dessen Freund (Günther "Bimbo" Garmessen, 23) für ein paar Tage Unterkunft in ihrer Wohnung angeboten und hin und wieder auch etwas Geld zugesteckt. Beide waren jedoch in größeren Geldschwierigkeiten und forderten von ihr immer mehr. Kurz vor Lokalschluß verließen beide die Wirtschaft. Um 1.45 Uhr schloß Frau Schmechel das Lokal. Dann fuhr auch der Wirt mit seinem Wagen fort. Die Jungen klopften und Frau Schmechel ließ die beiden ein. Sie gingen dann in den ersten Stock, wo Frau Schmechel ihre Wohnung hatte. Dort tranken sie dann noch gemeinsam Kaffee und sagte sich "gute Nacht". Die beiden jungen Männer verschwanden in einem Nebenzimmer und wollten sich angeblich zur Ruhe begeben.  Wenig später aber öffneten sie die Tür und legten der Frau blitzschnell das Fernsehkabel um den Hals und zogen zu. Sie fanden nach diesem Mord ganze 600 DM, teils Wechselgeld und teils Erspartes der Frau Schmechel. In der Gaststätte brachen sie noch einen Geldspielautomaten auf und leerten ihn aus. Nach der Tat schlossen sie das Lokal mit den mitgenommenen Schlüssel ab und flohen zu Fuß nach Calden, nahmen den ersten Bus nach Kassel und fuhren von dort mit der Bahn nach Düsseldorf. Dort ging Horst Gärtner zu seiner Freundin. Das ärgerte seinen Freund dermaßen, daß er wenig später zur Polizei in Hilden und erzählte von dem Geschehnen in Grebenstein. Daraufhin nahm die Polizei auch Gärtner fest. Reue zeigte der Mörder seiner eigenen Mutter laut Polizeibericht jedoch nicht.